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Gefahrenbereich Einlagengeschäft

Ein wesentlicher Punkt der Konstruktion des partiarischen Darlehens als Anlageprodukt ist es, die Problematik des Einlagengeschäftes richtig zu lösen. 

Ein Einlagengeschäft ist ein den Banken vorbehaltenes Geschäft. Wäre die Konstruktion so gestaltet, dass es sich bei dem Darlehen um ein Einlagengeschäft handelt, würde das Unternehmen daher eine Erlaubnis nach § 32 KWG benötigen, Bankgeschäfte betreiben zu dürfen. Dies wäre für die Mehrzahl der Unternehmen wegen der extrem hohen Anforderungen nicht umzusetzen. 

Kein Einlagengeschäft liegt vor, wenn das partiarisches Darlehen beispielsweise mit einem sogenannten qualifizierten Nachrang ausgestattet ist. Ein solcher qualifizierter Nachrang führt dazu, dass die Gelder nicht mehr „unbedingt rückzahlbare“ sind. Nur „unbedingt rückzahlbare“ Darlehen führen zum erlaubnispflichtigen Einlagengeschäft. Deswegen werden die meisten öffentlich vertriebenen partiarischen Darlehen als Nachrangdarlehen konstruiert. 

Daneben besteht auch die Möglichkeit, das Darlehen mittels einer banküblichen Besicherung aus dem „Gefahrenbereich“ Bankgeschäft zu führen. Bankübliche Besicherungen sind dabei z. B. Schuldbeitritt, Bürgschaft und Garantie eines lizenzierten Kreditinstituts, sowie auch Hypotheken oder Grundschulden, sofern eine unmittelbare Vollstreckung möglich ist.