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Keine Nachhaftung des Investors

Eine Nachhaftung ist mit dem partiarischen Darlehen nicht verbunden. Das bedeutet, dass das Maximalrisiko, das der Darlehensgeber eingeht, darin besteht, dass er weder Zins noch Tilgung erhält. 

Darin unterscheidet sich das partiarische Darlehen von wirtschaftlich vergleichbaren Anlageformen wie etwa den geschlossenen KG-Fonds. Zwar ist das Risiko eines Kommanditisten ebenfalls auf die Hafteinlage beschränkt. Ein Kommanditist muss aber nach § 172 Abs. 4 HGB damit rechnen, dass Ausschüttungen wieder an die Gesellschaft zurückerstattet werden müssen.

Ähnlich ist es bei der stillen Gesellschaft. Zwar gibt es dort keine Rückzahlungspflicht, wenn die Einlage durch Ausschüttungen angegriffen ist. Der Stille Gesellschafter ist nicht verpflichtet, den bezogenen Gewinn wegen späterer Verluste zurückzuzahlen; jedoch wird, solange seine Einlage durch Verlust vermindert ist, der jährliche Gewinn zur Deckung des Verlustes verwendet (§ 232 HGB).